Überstunden

So, nun ist es endlich geschafft, Isengart ist besiegt. Dank der Ents und meiner Bogenschützen-Feuerpfeil-Upgrades. Ich hatte zum Schluss sogar mehr Punkte als mein Sohn. Aber das ist meistens so, denn ich kümmere mich mehr um Rohstoffe und Entwicklung, während er sich sofort auf das Dahinmetzeln der Gegner konzentriert. Fakt ist, das „Kampf um Mittelerde“ echt die bessere Grafik hat als „Oskar der Ballonfahrer entdeckt de Bauernhof“. Deshalb spielen wir in letzter Zeit doch eher so etwas bei unseren kleinen LAN-Partys daheim. Ich finde übrigens nicht, dass solche Strategie-Spiele schlecht für die Psyche eines 12-jährigen sind. Ja… gut… Problemlösungen beschränken sich hier immer darauf, einfach alle abzuknallen, die man unsympathisch findet. Aber jeder, der 2x täglich am Blauen Wunder im Stau steht, kennt solche Denkweisen.

Ehrlich gesagt, habe ich in letzter Zeit immer weniger Lust auf solche Spiele gehabt (Solitär würde mir manchmal voll reichen). Doch mein Nachwuchs meint dann immer: „Denk an deine Medienkompetenz! Ihr wollt Multiplikatoren schulen …“ Jaja, er hat ja Recht! Es ist ja für einen guten Zweck. Ich muss aber doch noch einmal mit dem Chef reden, ob er mir das nicht als Überstunden anerkennt?

Nun klickt mein Kind irgendwas bei Ebay zusammen, während ich hier so vor mich hin blogge. Er murmelt etwas mit „… Pumpgun besorgen … mal sehen ob’s Taschengeld reicht … mit in die Schule nehmen …Blödmänner können was erleben …“ Keine Ahnung, worum es geht.

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