Medienkulturkurier, Ausgabe Feb. 2006

„Mer lasse de Aufnahmegerät in Kölle!“ (oder „im Keller“?) – so in der Art tönte es jedenfalls lautstark aus allen Kehlen. Denn auch am Medienkulturzentrum ging der Karneval nicht spurlos vorbei. Ein bunter Reigen närrischer Jecken ergoss sich zum Beispiel ins Studio2, um dort den Büttenreden zu lauschen:

„ …ob acc-, ob wav-Datei
Wir wandeln das im emm-peh-drei!Tätäää… “

Die ausgelassene Stimmung droht zu explodieren...

Die ausgelassene Stimmung droht zu explodieren...

Ich glaube, diese Zeile war der absolute Knaller am heutigen Tag, zumindest das Tätää. War auf jeden Fall perfekt vom Techniker ausgesteuert. Eine Referenzaufnahme! Kursiert inzwischen in den einschlägigen Tauschbörsen.

Es wurde auch Zeit, dass endlich wieder Stimmung in den Laden kam. Die Woche nach der ANIMA verlief viel zu ruhig. Und genau genommen waren auch die 5 Tage mit den ANIMAteuren bereits viel zu glatt gelaufen. Die Technik funktionierte verdächtig gut, was einfach untypisch war. Alle Filme waren pünktlich zur  Vorführung fertig (fehlende Vertonungen wurden per human soundprozessing live vertont). Und später konnte sogar der Film rekonstruiert werden, dessen Bestandteile sich in den entlegeneren Regionen unseres Netzwerkes verloren hatten.

Auch organisatorisch gab es irgendwie zu wenige Probleme. Das lag sicher auch an Marina, die die ganze Aktion mit multitaskingfähigem backgroundrendering unterstützte. Jetzt noch mal für normale Menschen: Sie war Mädchen für alles. Okay – Frau für alles. Foto.

Apropos Foto. Hier sollte ursprünglich ein total witziges Foto von Roberts Sohn erscheinen. Muss allerdings aus Gründen des Datenschutzes ausfallen, genau wie dessen Namens-Angabe. Jedenfalls ist er öfters bei uns und schaut er sich dann schon mal alles an. Die Regler in den Studios, Popschütze und die Verbotsschilder und was eben sonst noch so zu sehen ist. Ist ja auch wichtig, wenn er später Roberts Sendung O.L.D.I.E übernehmen will. Was wird er dann spielen? Banaroo? Bro’Sis? Küblböck? Die sind ja dann auch schon alle Oldies. Gehen auf die 40 zu. Wird man dann eigentlich noch „Oldies“ sagen? Fragen über Fragen.

Fragen kann man sich auch, wer das eigentlich ist, der immer die BILD mit in den SAEK bringt. Jeden Tag ein niveauvoller Anblick. Gerne würde ich die Studios zur BILDfreien Zone erklären. Sicher – wer Kultursendungen senden will, muss sich auch informieren. Aber ausgerechnet darin? Okay, man ist schnell durch und wird nicht von zuviel Text belästigt. Aber das kann man auch mit der Online-Version haben. Man spart so Papier, vermeidet optische Umweltverschmutzung im Studio und gibt den falschen Leuten nicht auch noch Geld. Allen, die ohne BILD nicht leben können, sei als Einstieg zumindest bildblog.de für den Ausstieg empfohlen. Falls ich jetzt aber irgendwen beleidigt haben sollte, nehme ich natürlich alles zurück. Nicht, dass demnächst aufgebrachte BILD-Leser auf die Straßen stürmen und Frank-Plakate anzünden und darauf herumtrampeln und Gebäude in Brand stecken, in denen sich Nägel einmal aufgehalten haben oder noch befinden. Kritik ist zurzeit ein kritisches Thema. Ich glaube, ich lösch’ diesen ganzen Absatz dann lieber wieder.

Was gab’s noch? Ach ja: Angeheizt durch die Olympiade versuchte ich Alex einzureden, dass das Medienkulturzentrum doch eine Skilanglauf-Tour machen könnte. Naja, meinte er, das wird garantiert nichts, das sind doch hier alles unsportliche Schlaffis. Oha! Eine unglaubliche Frechheit von ihm. Aber wo er Recht hat… Außerdem hatte er auch gar keine Zeit, da er immer mit seiner Freundin zum Langlauf muss. Jedenfalls musste die MKZ-Skilanglauf-Tour 2006 leider ausfallen. Zur professionellen Begründung möchte ich die Taktik der berühmten Sportler aufgreifen, wenn etwas (also in deren Fall der Sieg) nicht geklappt hat. Ich verkünde einfach: „Wir hatten da noch ein paar Probleme mit dem Material. Und die Rasierverwundung vom Sommer war auch noch nicht optimal verheilt“.

Offziell ankündigen möchte ich an dieser Stelle aber die Frühjahrs-Radtour des Medienkulturzentrums. Datum und Route stehen noch nicht fest, aber nachdem es letztes Jahr bereits nicht geklappt hat, müssen wir es jetzt einfach mal durchziehen. Die Sache will’s! Es ist für einen guten Zweck! (Unterwegs-Bier-Trinken). Grundsätzlich schlage ich den April vor. Wie wäre es mit dem 14., das ist der Karfreitag? Interessenten sollen sich bitte bei mir melden. Meine Hotline steht. (Solange die Telefonanlage nicht ausfällt).

Im direkten partymäßigen Vergleich kann man schon sagen, dass der Bär im Hörfunk etwas mehr steppt als im Fernsehen.

Im direkten partymäßigen Vergleich kann man schon sagen, dass der Bär im Hörfunk etwas mehr steppt als im Fernsehen.

mrz_fs

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