Liebes Tagebuch,

Wenn wir SAEK-Studiotechniker nun aber des Abends aus unserer Selbsthilfegruppe „Fröhliche Depressive“ nach Hause torkeln und uns noch einen Las Higueras Argentina 2002 einschenken, gefolgt von mehreren erlesenen Balvenie Doublewood (aus Kostengründen aber nur 12jähriger – wir müssen ja alle sparen!), dann juckt es einen schon im Finger, doch noch mal an der Maus herumzuklicken und wenigstens zu erwähnen, dass Jørgen Geburtstag hatte. Aus Kostengründen schenkten wir ihm doch nicht den dringend benötigten neuen G5 (wir müssen ja alle… ach so, das hatten wir schon), sondern etwas viel besseres, aber das wird nicht verraten (Datenschutz). Und als wir so zusammensassen und uns der ferngesteuerte „Traktor Trotzdem“ ein Glass nach dem anderen brachte, schraubte dies den Optimismus und vor allem die Kreativität wieder ziemlich hoch. Und so lösten wir beispielsweise das Stauproblem auf Deutschlands Strassen:

Aus unserer Reihe "Wir müssen alle sparen": Ein Apple-Schnittplatz muss nicht teuer sein!

Aus unserer Reihe "Wir müssen alle sparen": Ein Apple-Schnittplatz muss nicht teuer sein!

Seit kurzem gibt es bei ebay kleine Geräte, die man an seinen Discman oder mp3-player anschliessen kann und die die Musik auf eine UHF-Frequenz modulieren und mit geringer Sendeleistung ohne Kabel ans Autoradio übertragen. Eigentlich in Deutschland verboten, aber so kann man sich seine Musik ohne Adapterprobleme beim Autofahren anhören. Unsere Idee war, dass man so sein eigenes Programm senden könne, und das klappt natürlich dort am besten, wo es die höchste Autoradiohöherdichte gibt: Im Stau. Einfach zum nächsten Stau fahren, dort „eh schaltet mal auf 100 MHz!“ brüllen und seine eigenen Sachen spielen. Wenn das gut gemacht ist, könnte sich das zu einem totalen insider-event entwickeln und massig Leute würden zu Staus fahren um hippe Szenepartys zu erleben. Da natürlich Partymuffel nirgends gefragt sind, würden sich Stauradio-Fans von dort verkrümeln, wo immer irgendwelche Familienpapis herummeckern, dass sie eigentlich nach Italien wollten und nun im Stau stehen – man würde sich für die Staus also schon bald passende locations suchen, beispielsweise pleitegegangene Autokinos, wo genug Platz für Staus ist, oder den Lausitzring oder so und die restlichen Leute könnten in Ruhe auf der leeren Autobahn nach Italien fahren.

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