Liebes Tagebuch,

Die neue Kleiderordnung im SAEK stößt auf unerwartete Begeisterung.

Die neue Kleiderordnung im SAEK stößt auf unerwartete Begeisterung.

Seit heute früh, 3:45 Uhr, wird bekanntlich zurück geschossen. Und Deutschland befindet sich im politischen Abseits, gemeinsam mit einer gewissen UNO und anderen Vertretern aus Schurkenhausen. Natürlich hat das nichts mit dem SAEK zu tun, aber das Thema beherrschte ja auch uns schon wochenlang. Es wurde bereits langweilig, immer wieder darüber zu reden. Schließlich sind Argumente für einen Krieg absolut nicht zu entdecken und Argumente dagegen sofort zu Dutzenden leicht zu finden. Sie sind logisch und selbstverständlich. Was soll man da noch groß darüber diskutieren?

Harald hat ein Großprojekt gestartet: Wir nehmen nun jeden Tag die Nachrichten auf, von verschiedenen Sendern. Mal sehen, ob man daraus später etwas interessantes auswerten kann. In der Hinsicht „Krieg in den Medien“ oder „Vergleich Private und Öffentlich Rechtliche“. Was bereits auffällt: Zumindest im ZDF (mein Aufnahmebereich) wird regelrechte Medienerziehung betrieben. Die Nachrichtensprecher erklären immer, dass man die vorliegenden Informationen mit Vorsicht geniesen müsse, das könne man so und so interpretieren, das US-Militär filtere das natürlich, ob die zu sehenden Bilder tatsächlich das zeigen, was dazu behauptet würde, sei nicht sicher, genaugenommen wisse man ja auch nichts genaues… Soviel Selbsthinterfragung erlebt man im Fernsehen selten.

Und nun noch etwas zum Thema „Das Leben im SAEK“: Wir hatten eine Projektwoche mit der Mittelschule Dohna. Gedreht wurde ein Film zum Thema „Gib AIDS keine Chance!“. Man sieht im ersten Teil nur ein Gebüsch, aus dem orgiastisches Stöhnen erklingt. Die Geräusche nahmen die Mädchen und ein Junge später im Studio selbst auf. Interessant war die Stelle, wo das männliche Stöhnen aufgenommen wurde. Denn dort erklärte ein Mädchen (15 Jahre): „Nicht so laut! Kerle sind nicht so laut beim Sex.“

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