Liebes Tagebuch,

Während das Publikum dem Filmbeginn entgegenfiebert, überlegt der Produzent draußen im Foyer,

Während das Publikum dem Filmbeginn entgegenfiebert, überlegt der Produzent draußen im Foyer,

heute haben wir wieder einmal eine Filmpremiere. Richtig umfangreiche Produktionen werden bei uns stets mit Premiere und anschließender Premierenfeier abgeschlossen. Mit „Richtig umfangreiche Produktionen“ meine ich echte Spielfilme mit dem üblichen Planungsaufwand: Locationsuche, Schauspieler organisieren, viele Termine planen, dauernd umplanen weil einer nicht kann, Wetterabhängigkeit, und das ganze mit ausgetüfteltem Drehbuch und teilweise mit extra angeheuertem Profi für Kamera oder Betreuung. Diese Filme sind im Ergebnis meist nur Kurzfilme von 15 – 25 Minuten Länge, aber die Länge ist einfach kein Qualitätsmerkmal. In letzter Zeit hatten wir einige Kurzfilmpremieren: „Neues vom Norbert“, „Lamachun“, „Faust 3“ (der heutige Film von Julius Günzel) und demnächst kommt noch einer von B. Rostoski (hoffentlich habe ich den Nachnamen jetzt nicht verschrieben).

ob er sich nicht doch lieber aus dem Fenster stürzt.

ob er sich nicht doch lieber aus dem Fenster stürzt.

Unsere jungen Filmemacher sind immer sehr aufgeregt, wenn es zur Premiere geht. Auch Julius rief schon tagelang vorher an, ob denn auch alles klar sei, ob wir dann den Schlüssel für’s Kleine Theater und für das Cafe haben…, ob ein Abspielgerät da sei, wie der Ton da ist, ob der Beamer denn auch geht, ob wir das nicht lieber mal testen sollten… Muss man da so einen Stress machen? Gut – der Beamer hätte um ein Haar wirklich nicht funktioniert. Aber da hätten Harald und ich wie üblich geschickt darüber hinweg improvisiert. Und statt Film einfach einen schönen Dia-Vortrag über Gesteinsmuster auf italienischen Hauswänden gezeigt.

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