Liebes Tagebuch,

heute waren wir unterwegs in Richtung Zittau. Wir besuchten Großhennersdorf, wo eine der Stationen von unserem Mediencamp stattfinden soll. Wie ich feststellte, war ich schon mal dort, zufälligerweise auch in einem Mediencamp (wir sagten damals noch „Ferienlager“ dazu). Zufälligerweise auch exakt in derselben Jahreszeit, denn wir haben gerade Winterferien.

Es ist interessant, wie sich auch solche Bezeichnungen ändern. In Großhennersdorf fand gerade wieder ein Camp statt (ebenfalls mit Tschechen, Deutschen und Polen, ebenfalls mit Video). Ich hörte dort die Bezeichnung „workcamp“. In vielen Ländern ist das angeblich eine normale Bezeichnung, allerdings nicht in Deutschland: Wenn man es übersetzt, wird es ein „Arbeitslager“. Was irgendwie politisch nicht korrekt klingt, zumal wenn man es mit Ausländern durchführen will.

Das Begegnungszentrum in Großhennersdorf hat aufgrund seiner komplett vegetarischen Verpflegungsweise unsere damaligen Jugendlichen zu einem Anti- Vegetarier- Film bewegt. Eine der Hauptrollen wurde damals von dem berühmten Henning Backhaus gespielt, der später den ersten Film im SAEK schnitt („Die Nacht in der Stadt“) und der lange in der Schülerzeitung „Spiesser“ die Karikaturen zeichnete.

2002_02_14_christo

Beim Hochziehen der Natursteinmauer wollte sich einer der Arbeiter den schnellhärtenden Zement abkratzen.
Eine Woche später übernachtete hier der Verpackungskünstler Christo.

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