Liebes Tagebuch,

eine Sache ist eingetreten, die viele moderne Menschen größtenteils über Yahoo! oder msn erfuhren: Das neue Jahr hat begonnen. Na ja, gut, letztlich nichts besonderes.

Voll die Versammlung, ey!

Voll die Versammlung, ey!

Wir wollten die erste Woche nutzen, um einige inventurmäßige Dinge zu klären – die Strichcode- Tattoos der Mitarbeiter erneuern, Bildschirmschoner waschen und so… und wir wollten in der Zeit keine Nutzer ins Studio lassen. Damit wir wirklich Ruhe hätten. Hm. Zumindest versucht haben wir’s. Es war letztlich so voll wie immer. Aber es waren wirklich alles nur Ausnahmen.

Hier sieht man uns bei der ersten Vollversammlung des Jahres. Wir entwurfen gerade die Neujahrsansprache. Leider kamen wir nicht über die politische Brisanz des ersten Satzes hinweg: „Liebe Nutzerinnen und Nutzer… “ – die extreme Frauenfeindlichkeit darin ist schließlich unübersehbar. Denn es ist doch deutlich, daß gerade das bewußte an-den-Anfang-stellen von „Nutzerinnen“ dessen Alibifunktion in unserem männerdominierten Studio verdeutlicht.

Uns fielen an der Stelle noch mehr Beispiele ein und wir begannen uns zu schämen. Zum Beispiel grinsen wir immer (innerlich), wenn eine Nutzerin mit der Korrektur simpler Windows- Registry- Keys nicht auf Anhieb klar kommt. Wir bemerkten, daß wir Männer immer dann die wochenalten Geschirrberge abwaschen, wenn gerade Lili oder Silke in der Nähe sind. Einfach um zu zeigen: Das wäre dein Part gewesen!

Insofern hat uns das wenigstens auf ein paar gute Vorsätze für das neue Jahr gebracht. Zum Beispiel, keine Neujahrsreden mehr zu entwerfen.

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