Liebes Tagebuch,

da das Jahr fast ‚rum ist, hatten wir wieder Kontakt mit dem zyklischen Naturschauspiel der Weihnachtswanderung. Die Weihnachtswanderung als solche streunt das ganze Jahr über durch die unendlichen Weiten der Galaxis, um dann – nur für wenige Tage – in unmittelbarer Erdnähe aufzutauchen. Dann müssen alle mit. Weihnachtswanderungen unterliegen – zumindest im Kollegenkreis – auch bestimmten Evolutionsgesetzen. Im ersten Jahr, wo sich neue Mitarbeiter kennenlernen („das Jahr, wo wir Kontakt aufnahmen“), da unternimmt man noch weite Wanderungen. Das Jahr darauf ist man schon realistischer und später geht man gleich in die Kneipe um die Ecke oder in die Döner- Bude.

Wir waren aber noch so engagiert, dass wir zumindest einige Kilometer an der Elbe entlang tippelten. Vorher beschäftigten wir uns sogar noch mit Kultur (schliesslich ist Kultur jeder zweite Herzschlag unseres Lebens), indem wir einen Vortrag über die Frauenkirche in der Frauenkirche besuchten. Interessant war, dass die Knochen, die man in den Grüften fand, erst mühsam neu sortiert und dann neu beigesetzt werden mussten. Man hat dafür extra 2 ABM- Kräfte eingestellt. Ich kann mir gut vorstellen, wie der Arbeitsvermittler das den Betreffenden schmackhaft machte: „… hätte ich jetzt tatsächlich etwas für Sie in Aussicht. Sie arbeiten in historischer Umgebung und haben viel mit Menschen zu tun. … Ja, äh, hauptsächlich mit älteren Menschen. … Nein, keine Windeln wechseln…“

Erstaunlich, wieviele Mitarbeiter es im Pentacon gibt

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Im Schillergarten verkloppten wir unsere letzten DM- Scheine.

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Die kommende Euro- Umstellung schlägt Klaus ziemlich auf den Magen. Karsten kann darüber nur lachen.

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