Liebes Tagebuch,

Eine besonders krasse Form der

Eine besonders krasse Form der Erschwindelung von Sozialleistungen

Wolle und ich waren auf der IFA in Berlin. Wie’s war? Ja, ähm… schreibt man „Katastrofe“ nun mit „f “ oder „ph“? Es ging damit los, dass wir früh etwas zu spät abfuhren, weil wir ein DV- Band auf Beta kopieren mussten (Sendung aus Leipzig), was absolut nicht klappen wollte. Als wir dann in Berlin waren, kamen wir nicht an unsere Eintrittskarten. Die befanden sich bereits am Stand (wir waren als Aussteller dort) und sollten uns nach Absprache per Handy zum Eingang gebracht werden. Was weiss ich, warum das nun eigentlich nicht klappte, auch egal. Ich wollte nach einer Stunde schon leicht entnervt neue Karten kaufen, Wolle fand aber die bessere Lösung und gab sich als Journalist aus (was er auch ist) und mich als seinen Assistenten. Klappte sogar. So waren wir wenigstens erstmal drin.

Unser Messestand war eine gemeinsame Aktion mehrerer Offener Kanäle und SAEK’s. Wir hatten den sozusagen im timesharing und wollten von 15 – 17 Uhr gemeinsam mit den Radioleuten aus Görlitz Interviews in einer extra eingerichteten „Talkecke“ machen. So hatten wir uns das zumindest ausgedacht, denn uns lag ein Plan des Messestandes vor, wo ein gemeinsam nutzbarer Studiobereich eingezeichnet war. Aber als wir dann eine halbe Stunde zu spät ankamen, kam der nächst Hammer: Es gab 2 Bereiche. Einen generell für Radio und einen für Fernsehen. Schön voneinander getrennt. Und an unserem sollten wir nun unsere Sendung machen. Sendung? Na klar, das wird doch gesendet. Ach du Scheisse, davon war aber nie die Rede. Bisher hiess es nur, „kann später auch zeitversetzt gesendet werden“. Aber nicht „wird auf jeden Fall…“. Was sollen wir denn jetzt krampfhaft senden? „Hey, be creativ!“ meinte irgend so eine (bleib‘ höflich, Frank!) … junge Frau. Wenn ich was nicht ausstehen kann, ist es ja blödes Gequatsche.

Naja. Am Freitag sendeten wir also Testbild (den Anblick der Radiomacher über paar Meter hinweg von einer Festkamera aus). Das wurde die ganze Zeit in’s www gestreamt. Auch so eine Art moderne virtuelle Müllentsorgung: Immer ‚rein damit ins Internet! Kein Mensch sieht sich’s an, aber man hat trotzdem ein tolles Gefühl dabei. Am Sonnabend spielte ich dann einfach selbst  Moderator und Wolle spielte eine glücklicherweise mitgebrachte Kassette mit Kurzfilmen ab, die ich immer mal unterbrach, indem ich zuerst Herrn Günther und später Herrn Knipp interviewte. Mittendrin kam der Besucher Steffen Z. vorbei, den ich gleich über „PROfeel“ ausfragte, weil er ja lange genug dabei war. Und ich bin ja sowieso der geborene Moderator mit meinem Sächsisch.

Da ich wirklich alles andere als Moderator, Sprecher oder ähnliches bin, habe ich mit einen Trick gearbeitet. Ich sagte mir. Das guckt eh kein Schwein an. Betrachte das hier als Übung. Auf der Basis hat dann auch alles prima und entspannt geklappt. So kann man wahrscheinlich auch „Wetten dass?“ bewältigen.

2 Kommentare:

  1. Ja, stimmt. 🙂 Ich fand es auch wunderschön. Du hast vielleicht noch vergessen, dass wir, zu zweit, stundenlang Sendungen machen mussten, während die „be creative“ Leute mit nem ganzen Bus voll Leute, die alle wichtig tun konnten, aber nix machen wollten, insgesamt ne halbe Stunde Sendezeit füllten, oder so.

  2. Ich hatte mir zufälligerweise erst vor wenigen Tagen diese ganzen alten SAEK-Tagebuch-Texte selbst noch einmal durchgelesen, weil für eine Veranstaltung nächste Woche ein paar „lustige Episoden“ gesucht wurden. Das hier habe ich nicht mit rauskopiert.

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